Michael Siebler, Studien zum augusteischen Mars Ultor.
München 1988, 204 S. mit 68 Abb. auf 34 Tafeln, Fadenheftung, Kart., gr-8°;
ISBN 978-3-925801-01-3

Die Arbeit ist die erste umfassendere Untersuchung zu dieser Hauptgottheit des Augustus. Die Ikonographie der Kultstatue aus dem Tempel auf dem Forum Augustum, ihre Bedeutungsinhalte oder die Frage nach einem statuarischen Vorbild werden ebenso untersucht wie Entstehung, Entwicklung und Bedeutung der Mars-Ultor-Programmatik unter dem ersten Prinzeps. Unter anderem wird die These vertreten, daß in dem im Jahre 2 v.Chr. geweihten Tempel des Mars-Ultor keine Kultbildgruppe von Mars, Venus und Divus Julius stand, sondern nur das Bild des Gottes, der letztlich Iupiter Capitolinus als Stadtgottheit hätte ablösen sollen.

Interessengebiete: Klassische Archäologie - Alte Geschichte - Religionsgeschichte.

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Festschrift für Klaus Wessel zum 70. Geburtstag (in memoriam).

Herausg. von Marcell Restle. München 1988. 456 S. mit 162 Abb. auf 69 Tafeln, Fadenheftung, kart., gr-8°;
ISBN 978-3-925801-02-0

Inhalt:

  • Bibliographie (1943-1985) Klaus Wessel.
  • K. Askanas, Der silberne Einband des Evangeliars der Anastasia.
  • E. Bakalova, Zur Interpretation des frühesten Zyklus der Vita des hl. Ivan von Rila in der bildenden Kunst.
  • Th. v. Bogyay, Bemerkungen zur Deesis-Forschung.
  • H. Deliyanni-Doris, Die Wandmalereien des 15. Jahrhunderts in Ajios Nikolaos in Zarnata.
  • E. Dinkler - von Schubert, Das Bronzekreuzchen in Aquileia.
  • V. H. Elbern, Per Figuram Crucis. Ein byzantinisches Armillarkreuz und sein Umkreis.
  • J. Engemann, Ein Missorium des Anastasius. Überlegungen zum ikonographischen Programm der "Anastasius"-Platte aus dem Sutton Hoo Ship-Burial.
  • G. Galavaris, A Constantinopolitan Lectionary in the Great Lavra on Mount Athos "embellished" by Wallachian Voevods.
  • K. Gallas, Ein kretischer Konstantin-Freskenzyklus aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts.
  • E. Hammerschmidt, Eine äthiopische Gebetskette.
  • R. Heidenreich, Repräsentationsbilder und Frontalität.
  • Z. Kadar, Über die Tiere um Orpheus auf einem Mosaik der Villa bei Casale (Piazza Armerina).
  • S. Kalopissi - Verti, Eine unbekannte spätbyzantinische Kirche in Lakonien: H. Stratos bei der Siedlung Hagios Andreas.
  • G. Koch, Zu einem Marienbild in Florenz.
  • J. Kramer, Kämpferkapitelle mit den Monogrammen Kaiser Justinus II. und seiner Gemahlin, der Kaiserin Sophia in Yalova Kaplicalari (Termal).
  • L. Kretzenbacher, Lebensleiter-Symbolik aus dem Geiste von Byzanz.
  • D. Nagorni, Zur Frage der Identifizierung einiger Maler in den Kirchen Montenegros.
  • D. I. Pallas, Die Baptisterien und das Kirchengebäude im altchristlichen Griechenland.
  • M. Restle, Ein palaiologisches Relief mit einer Apostelbüste.
  • C. Ristow, Das Silberblech zum Mysterienkult der Donauländischen Göttertrias in Kölner Museumsbesitz.
  • P. Schreiner, Zwei Denkmäler aus der frühen Paläologenzeit: Ein Bildnis Michaels VIII. und der Genueser Pallio.
  • H. C. Severin, Ägyptische Holzschnitzereien des 6.-7. Jahrhunderts in Berlin.
  • M. Tatic-Djuric, Die Ochrider lkone der Gottesmutter-Trösterin.
  • H. G. Thümmel, Bild und Bilderstreit in der Dichtung.
  • F. Tinnefeld, Zur Geschichte der Sammlung griechischer Handschriften in der Bayerischen Staatsbibliothek München.
  • D. Triantaphyllopoulos, Enetokratumene Ellada politistikes parallelies kai antitheseis.
  • N. Tschanewa-Detschewska, Besonderheiten des Kirchenbaus in Bulgarien im 13.-14. Jh.
  • G. Weiss, Byzantinische Kunst als Kunst des Mittelmeerraumes.
  • D. Wessel, Jordantaufe auf dem Schlangenstein.

Interessengebiete: Spätantike Archäologie und Kunstgeschichte, koptische, byzantinische und osteuropäische Kunstgeschichte, Architektur, Wandmalerei, Buch- und Ikonenmalerei, Skulptur, Kleinkunst, Handschriftenkunde.

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Thomas Steppan, Die Athos-Lavra und der trikochale Kuppelnaos.

München 1995, 272 Seiten, 169 Abb., 40, Hardbound.
ISBN 978-3-925801-14-3

Der Berg Athos wurde bereits im 10. Jh. zum Zentrum des byzantinischen Mönchtums. Die Megiste Lavra des Hl. Athanasios ist dort das älteste Kloster. Ihre Hauptkirche, eine kaiserliche Stiftung, stammt größtenteils noch aus der Gründungszeit am Ende des 10. Jhs. Die hier erstmals verwirklichte Kreuzkuppelkirche mit trikonchalem Kuppelraum prägte den "Athos-Typ" byzantinischer Kirchen. Sämtliche mittel- und spätbyzantinische Großklöster des Athos übernahmen diese Grundrißform. Sie wurde zu einem Ideal byzantinischer Klosterkirchen.
Thomas Steppan schildert die Entwicklungsgeschichte des Trikonchosmotivs von den Anfängen in der antiken Thermenarchitektur bis zum trikonchalen Kuppelnaos byzantinischer Sakralbauten und dessen Folgeerscheinungen. Das Buch gibt detailliert Aufschluß über die Entstehung der Klosterkirche der Megiste Lavra und zeigt die Einbindung des Trikonchos in das System der Kreuzkuppelkirche. Konzepte und Verwirklichung werden dargelegt anhand von Konstruktionsmethoden, Maßverhältnissen und Systemfiguren. Komplexität und Harmonie des Kirchengebäudes sind nicht zufällig, sondern bewußt entwickelt worden. Darüber hinaus wird ein umfassender Überblick über die weit verbreiteten Kirchen des Athos-Typs gegeben.
Das Werk ist nicht nur für den Wissenschaftler oder Liebhaber mittelalterlicher Kunst, sondern auch für jeden Athos-Begeisterten von größtem Interesse. Die Unberührtheit und Schönheit der Athos-Klöster, die durch das Leben der Mönche, das Veränderungen meidet, als Hort eines gleichsam lebendigen Mittelalters wie entrückt von unserer Welt erhalten blieb, faszinieren bis heute.

Der Igoumenos des Megiste Lavra-Klosters am Berg Athos: "... Diese umfangreich dokumentierte Arbeit ist eine der besten bis jetzt zum Thema: Athos und die byzantinische Architektur ..." PHILIPPOS, Archimandrit

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Manfred Bissinger, Kreta. Byzantinische Wandmalerei.

München 1995, 368 Seiten, 211 Farb-Abb., 40, Hardbound;
ISBN 978-3-925801-21-1

Ungefähr die Hälfte aller mit Fresken ausgeschmückten sakralen Monumente Griechenlands aus byzantinischer Zeit befindet sich auf Kreta. Trotzdem hat sich die Forschung bis jetzt nicht in dem Maß mit diesen Denkmälern beschäftigt, wie sie es verdienen. Vor allem fehlte eine Darstellung der Geschichte dieser Malerei. Und dies, obwohl sie teilweise von hoher Qualität ist und auf manche Epochen der byzantinischen Kunstgeschichte ein interessantes Licht zu werfen vermag.
Das Buch von Manfred Bissinger schließt diese Lücke. An Hand von weit über 200 Monumenten entwirft es eine Geschichte der byzantinischen Malerei Kretas vom 10. bis zum 16. Jahrhundert. Im Zentrum des Interesses steht das jeweilige, zumeist undatierte Einzelmonument: Durch präzise Auswertung seines Stils und in ständigem Vergleich mit Parallelen aus allen Bereichen der byzantinischen Kunst, vor allem auch außerhalb Kretas, wird seine Einordnung in den Ablauf der chronologischen und stilistischen Entwicklung dieser Kunst bestimmt. Das Buch gewinnt dadurch eine Bedeutung weit über das bloß lokale Interesse an Kreta hinaus. 211 ausschließlich farbige Abbildungen zeigen vielfach noch unbekannte Beispiele dieser Malerei aus Kretas Kirchen: Belege für das im Text Entwickelte, aber auch ganz einfach Objekte ästhetischen Genusses.
Das Werk versteht sich zunächst als wissenschaftlichen Beitrag zur byzantinischen Kunstgeschichte. Aber auch jeder Kretareisende, der sich über die byzantinischen Monumente der Insel tieferschürfend informieren will, und überhaupt jeder Kunstliebhaber wird es mit Gewinn und Genuß zur Hand nehmen.

Cahiers Archeologiques, 44/Paris 1996: "... Ce catalogue est un apport précieux pour une meilleure connaissance de la peinture murale byzantine en Crète. ... L'abondante illustration n'est pas la moindre qualité de ce livre, particulièrement utile pour ceux qui étudient la renaissance des Paléologues." TANIA VELMANS

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