Herbert Hunger, EPIDOSIS. Gesammelte Schriften zur byzantinischen Geistes- und Kulturgeschichte herausgegeben von W. Hörandner - J. Koder - O. Kresten,
512 Seiten, 20 Aufsätze, 17 Abbildungen, Tabula Gratulatoria, Werkverzeichnis, Broschur mit Fadenheftung, gr-8;
ISBN 978-3-925801-05-1

Herbert Hunger, der Begründer der Wiener Schule der Byzantinistik, hat es wie wenige Byzantinisten unseres Jahrhunderts verstanden, in seinem Œuvre präzise Detailforschung und ganzheitliches Erfassen der für die byzantinische Geistigkeit bestimmenden Elemente zu vereinen. Aus Anlaß seines 75. Geburtstages werden in dem vorliegenden Band Beiträge aus den Jahren 1972-1986 präsentiert, in denen wichtige Aspekte des literarischen Schaffens, aber auch des Selbstverständnisses der Byzantiner beleuchtet werden.
Ergänzend zu diesen Aufsätzen und Vorträgen aus jüngerer Zeit wird ein zentraler Abschnitt aus dem Buch "Reich der Neuen Mitte. Der christliche Geist byzantinischer Kultur", vom Autor überarbeitet sowie mit neuen Anmerkungen und Literaturhinweisen versehen, wiedergegeben. - Insgesamt ersteht so ein facettenreiches Bild jener byzantinischen Kultur, wie sie sich ein Jahrtausend lang in der permanenten dialektischen Spannung zwischen antikem Erbe und christlichem Bekenntnis realisiert. Eine Würdigung und ein Schriftenverzeichnis Herbert Hungers, welches an das im BYZANTIOC, veröffentlichte anschließt, runden den Band ab.
Inhalt:

  • Byzantinismus. Nachwirkungen byzantinischer Verhaltensweisen bis in die Gegenwart (1975).
  • Byzanz, eine Gesellschaft mit zwei Gesichtern (1984).
  • Phänomen Byzanz - aus europäischer Sicht (1984).
  • State and Society in Byzantium (1982).
  • Aspekte der griechischen Rhetorik von Gorgias bis zum Untergang von Byzanz (1972).
  • The Classical Tradition in Byzantine Literature: The Importance of Rhetoric (1981).
  • Zeugnisse agonaler Rhetorik in der byzantinischen Literatur (1973).
  • Die Antithese. Zur Verbreitung einer Denkschablone in der byzantinischen Literatur (1984).
  • Stilstufen in der byzantinischen Geschichtsschreibung des 12. Jahrhunderts: Anna Komnene und Michael Glykas (1978).
  • Das Patriarchatsregister von Konstantinopel als Spiegel byzantinischer Verhältnisse im 14. Jahrhundert (1978).
  • Klassizistische Tendenzen in der byzantinischen Literatur des 14. Jahrhunderts (1974).
  • Thukydides bei Johannes Kantakuzenos. Beobachtungen zur Mimesis (1976).
  • Antiker und byzantinischer Roman (1980).
  • Romano il Melode - poeta, predicatore, retore - ed il suo pubblico (1983).
  • Gregorios von Korinth, Epigramme auf die Feste des Dodekaorton (1982).
  • Die Herrschaft des "Buchstabens". Das Verhältnis der Byzantiner zu Schrift- und Kanzleiwesen (1984).
  • Kontinuität und Innovation in der griechischen Buchschrift zweier Jahrtausende (1986).
  • Byzantinisches Eherecht im 14. Jahrhundert. Theorie und Praxis (1973).
  • Das Byzantinische in der Kunst der Ostkirche (1977).
  • Konstantinopel und Kaisertum als "Neue Mitte" des Oströmischen Reiches (1965).
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